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Wie sieht's in der Zukunft aus?

Am Mittwoch konntet ihr auf der Scenario-Seite den wunderbaren Anfang einer Geschichte über die Zukunft lesen. Hier habt ihr nun die Story in ihrer ganzen Pracht. Viel Spaß.

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Heutzutage gibt es ja jeden möglichen technischen Schnick Schnack, angefangen bei Dolbysurround Anlagen für das Wohnzimmer bis hin zu Staubsaugern, die völlig selbstständig sauber machen. Auch Transportmittel wie Autos, Züge und Flugzeuge sind für uns kaum mehr wegzudenken und für die meisten selbstverständlich. Hört sich so an, als wäre die Menschheit, was diese Dinge betrifft, schon ausreichend ausgestattet, doch in letzter Zeit stelle ich mir immer wieder die Frage: Wie sieht unser Leben in 50, 100 oder 200 Jahren aus? Immer, wenn ich darüber nachdenke, schleichen sich die komischsten Vorstellungen in meinen Kopf und fangen an Gestalt anzunehmen. Hier mal ein Ausschnitt aus meiner völlig absurden und unrealistischen Fantasie:
Sonntagmorgen, Frühstückstisch. Wo früher mal Brötchen und Käse lagen, stehen jetzt allerhand Dosen herum. Ich schnappe mir zwei mit der Aufschrift "Brot" und "Nutella" und gebe den Inhalt in den sog. "Umwandler", der in nur wenigen Sekunden die komische Masse in ein lecker aussehendes Nutellabrot verwandelt. Später im Badezimmer putze ich mir die Zähne oder eher gesagt, werden mir die Zähne geputzt, denn das erledigen Zahnbürsten schon ganz allein. Auch mein Kleiderschrank ist ziemlich selbstständig, denn er zeigt mir auf einem Bildschirm an, welche Anziehsachen sauber und verfügbar sind. Per Mausklick wähle ich mir mein Outfit aus und sofort wird alles herausgereicht. Passend angezogen bringt mich meine Mutter in die Stadt. Das Auto heißt zwar noch "Auto", doch Räder braucht es keine mehr, denn es fliegt einen knappen Meter über dem Boden und ist praktisch noch dazu, denn meine Mutter kann sich bequem zurücklegen, nachdem sie die Route eingegeben und den Autopiloten aktiviert hat. Während der Fahrt schaue in nach draußen und auch hier hat sich alles verändert. Wir wohnen nun nicht mehr auf der Erde sondern mitten im Weltall. Unsere Erde wird schon länger geräumt, da Forscher endlich errechnen und erforschen konnten, wie lange unser ehemaliger Heimatplanet noch bestehen wird. Sechs Monate bleiben noch bis zur Zerstörung und die Räumungsarbeiten laufen auf hochtouren. In der Stadt gehe ich mit Freundinnen Eis essen. Die Bedienung kommt in Form eines kleinen Wagens an unseren Tisch. Bestellung schnell eingetippt und nach 10 Minuten bringt der Wagen uns auch schon drei Eisportionen. Übrigens, Lehrer gibt es auch nicht mehr, denn wir werden mithilfe von Computern und hochintelligenten Robotern unterrichtet. So müssen sich die Lehrer nicht mehr mit uns herumschlagen :D . Zum Shoppen bummeln wir nicht durch die Stadt, sondern gehen auch schon wieder nach Hause. Alles läuft übers Internet, Geschäfte gibt es kaum mehr. Ist doch auch viel bequemer und einfacher.
Am Abend springe ich unter die Dusche, die mir- natürlich von ganz allein- die Haare wäscht, frisiert und trocken föhnt. Mehr oder eher weniger erschöpft gehe ich ins Bett und überlege wie es früher wohl einmal war, als die Autos noch vier Räder hatten und das Weltall unbewohnt war.

(von Kristin Faust vom 21.01.2010)

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