Ich hab die Wolken in den Händen,
kann sie drehen, kann sie wenden.
Meistens schieb‘ ich sie zur Seite,
doch an Tagen so wie heute,
wäre etwas Schatten nicht schlecht
Bei solchen Temperaturen, ist das jedem recht
Also schubse ich zwei Wolken vor Afrikas Hitze,
und freue mich, dass ich im Kühlen sitze.
Da bin ich also, mitten auf der Erde,
frage mich, ob ich je wieder so mächtig werde.
Da ich das Glück habe zu entscheiden,
versuche ich schlechtes Wetter zu meiden.
Regen kommt bei mir nicht in Frage,
ich hab’s in der Hand, da ich die Wolken ja trage.
Ab und zu ein paar Tropfen sind aber nicht tragisch
Ohne Blumen wäre die Welt ja nur halb so magisch.
Deshalb ist es sogar ziemlich wichtig,
dass es zwischendurch schüttet- und zwar richtig.
Aber heute nicht, denn es ist gerade so schön,
meinen Wolken beim Fliegen zuzusehen.
Doch ich kann nicht mehr, mein Arm wird schlapp,
also lasse ich die Wolken wieder herab,
und lache über meine Fantasie, die ich hatte
Denn eigentlich waren es nur Stäbchen mit Watte
Henning