Flavia de Luce ist eine seltsame elfjährige Hobby-Detektivin, die mit ihrem Vater, den beiden Schwestern und dem Butler in England lebt. In dem Buch „Mord ist kein Kinderspiel“ landet ein berühmter Marionettenspieler in Flavias Dorf, weil sein Auto den Geist aufgegeben hat. Statt Geld für die Reparatur zu zahlen, bietet er zwei Vorstellungen an, die von den Dorfbewohnern gerne angenommen werden. Bei der zweiten Vorstellung kommt es dann zu einem unglückseligen Todesfall und Flavia nimmt direkt die Ermittlung auf, auch wenn der zuständige Inspektor das nicht so gerne hat. Sie lügt was das Zeug hält und führt nebenbei noch einen Kleinkrieg gegen ihre Schwestern, mit denen sie sich ständig streitet.
Der Kern der Geschichte ist also kurz
erzählt. Der Anfang zieht sich fürchterlich. Man lernt die Personen
und Flavias komische Vorliebe für Chemie kennen und wartet bis
endlich was von Bedeutung passiert. Nach dem Mord in der Mitte des
Buches wird es spannend. Flavia hat eigenwillige, aber effektive Wege
und Methoden an des Rätsels Lösung zu kommen und lässt immer mal
wieder den britischen Humor des Autors durchkommen. Dann weiß die
Geschichte auch zu fesseln, sodass man das Buch kaum weg legen kann.
Harmlose Charaktäre erscheinen plötzlich in einem anderen Licht und
Geisteskranke werden wieder ernst genommen. Eine nebensächliche
Liebesgeschichte kann kaum neben dem Mordfall existieren, was dem
Buch aber keinen Abbruch tut. Auch wenn die Hauptperson erst 11
Jahre alt ist, ist diese Geschichte auch für ältere zu empfehlen.
Alles in allem einfach ein guter Krimi, der ein bisschen Vorlauf
braucht, um in die Gänge zu kommen ! Den ersten Teil muss man übrigens nicht gelesen haben, da es keine Geschichten sind, die aufeinander aufbauen.